Sham 69 ist einer der Hauptvertreter der Richtung Punk: „Vorstadtkids - Arbeiterklasse - Haut drauf, Jungs." So verliefen auch ihre Konzerte, die wegen ihrer Prügelereien gefürchtet waren und eher von Skins als von dem „interlektuellen Art-School-Flügel" der Punks besucht wurden. Ihr Auftreten war so klassenbewußt- britisch, dass sie außerhalb UK kaum verstanden wurden, auf der anderen Seite verhalf ihnen das zu einer hohen Glaubwürdigkeit bei den Jugendlichen. 1976 gründete Jimmy Pursey (Gesang) mit Albie Slider (Bass), Neil Harris (Gitarre) und Billy Bostik (Drums) in Hersham - einem Vorort von London - die Sham 69. Noch bevor ihre erste Single (EP) „I don’t wanna/Red London/Ulster Boy" produziert von John Cale (Ex-Velvet Underground) auf dem Indie-Label Step Forward (77) erschien, wechselte Pursey die komplette Band aus: Dave Tregenna (Bass), Mark Cain (Drums) und Dave Parsons (Gitarre) ersetzten die bisherigen Mitglieder. Die Single wurde ein Achtungserfolg, und sie erhielten einen Plattenvertrag bei Polydor. 1978 wurde ihr erfolgreichstes Jahr. Sie veröffentlichten ihr erstes Album „Tell Us The Truth" und im November folgte „That’s Life", dazwischen waren sie noch mit drei Singles „Angels With Dirty Faces", „If The Kids Are United" und „Hurry Up Harry" in den TOP 20 vertreten. Sie bestritten unzählige Konzerte, und Jimmy Pursey setzte alles daran den teilweise rechtslastigen Fans seine Gesinnung zu demonstrieren, so erschien er u.a. bei dem legendären „Rock Against Racism“ -Konzert in London. 1979 nahmen sie ihr 3.Album „The Adventures Of The Hersham Boys“ (1979) auf und im nächsten Jahr folgte noch „The Game“. Pursey hatte die Nase voll von den teilweise gewaltätigen, hirnlos-prügelnden Fans und löste die Sham 69 auf. Postum erschien im November 1980 noch die LP „The First, The Best And The Last"

Ausschnitt aus dem Cover von der EP "I DON'T WONNA" Foto: Jill Furmanovsky

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